Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva (RWA)

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die risikogewichteten Aktiva, aufgeteilt nach Modellansätzen und Geschäftsbereichen. Sie beinhalten die zusammengefassten Effekte aus der segmentbezogenen Reallokation der infrastrukturbezogenen Positionen, soweit anwendbar, sowie Reallokationen zwischen Geschäftsbereichen.

Im Kreditrisiko werden in der Zeile „Sonstige“ im fortgeschrittenen IRBA RWA aus Verbriefungen im Anlagebuch, bestimmte Beteiligungspositionen und sonstige Aktiva ohne Kreditverpflichtungen gezeigt. Innerhalb des Standardansatzes stellt die Position „Sonstige“ RWA aus Verbriefungspositionen des Anlagebuchs sowie Positionen in den weiteren Risikopositionsklassen außerhalb von Zentralstaaten und Zentralbanken, Instituten, Unternehmen und Mengengeschäft dar.

Risikogewichtete Aktiva nach Modell und Geschäftsbereich gemäß Übergangsregelungen

 

31.12.2016

in Mio €

Global Markets

Corporate & Investment Banking

Private, Wealth & Commercial Clients

Deutsche Asset Management

Postbank

Non-Core Operations Unit

Consoli­dation & Adjustments and Other

Konzern Insgesamt

Kreditrisiko

61.288

62.997

36.161

3.758

36.561

4.075

15.505

220.345

Verrechnung zwischen den Geschäftssegmenten

1.594

2.397

990

191

0

77

−5.249

0

Fortgeschrittener IRBA

52.218

58.214

31.924

1.713

29.901

2.318

19.167

195.454

Zentralstaaten und Zentralbanken

1.840

1.023

39

1

10

0

14.523

17.436

Institute

7.903

3.168

140

31

1.205

47

778

13.272

Unternehmen

34.237

47.541

8.678

234

7.450

466

1.785

100.392

Mengengeschäft

124

28

22.237

0

18.507

421

0

41.317

Sonstige

8.114

6.454

830

1.447

2.729

1.383

2.081

23.038

IRB-Basis-Ansatz

2.021

190

0

0

3.505

0

0

5.716

Zentralstaaten und Zentralbanken

0

0

0

0

0

0

0

0

Institute

0

0

0

0

6

0

0

6

Unternehmen

2.021

190

0

0

3.499

0

0

5.710

Standardansatz

5.270

2.196

3.247

1.854

3.035

1.678

1.587

18.867

Zentralstaaten oder Zentralbanken

22

0

2

0

50

0

0

75

Institute

430

5

11

0

40

1

23

509

Unternehmen

2.136

1.351

1.103

834

731

697

1.096

7.948

Mengengeschäft

1

187

1.543

0

1.656

83

0

3.470

Sonstige

2.681

652

587

1.020

558

898

468

6.866

Risikopositionsbetrag für Beiträge zum Ausfallfonds einer ZGP

185

1

0

0

121

0

0

308

Abwicklungsrisiko

36

0

0

0

0

0

0

36

Kreditrisikobezogene Bewertungsanpassung (CVA)

8.846

39

43

139

252

90

8

9.416

Interner-Modell-Ansatz (IMA)

8.808

39

25

139

242

90

4

9.347

Standardansatz

38

0

18

0

10

0

3

69

Marktrisiko

29.409

788

0

0

62

3.502

0

33.762

Interner-Modell-Ansatz (IMA)

25.595

788

0

0

0

2.780

0

29.163

Standardansatz

3.814

0

0

0

62

722

0

4.599

Operationelles Risiko

58.032 1

15.578

7.362

4.957

5.334

1.413

0

92.675

Fortgeschrittener Messansatz

58.032

15.578

7.362

4.957

5.334

1.413

0

92.675

Insgesamt

157.612

79.403

43.565

8.854

42.209

9.079

15.512

356.235

 

31.12.2015

in Mio €

Global Markets

Corporate & Investment Banking

Private, Wealth & Commercial Clients

Deutsche Asset Management

Postbank

Non-Core Operations Unit

Consoli­dation & Adjustments and Other

Konzern Insgesamt

Kreditrisiko

61.132

70.748

41.310

8.194

37.553

11.558

11.524

242.019

Verrechnung zwischen den Geschäftssegmenten

−93

2.016

1.133

272

5

71

−3.404

0

Fortgeschrittener IRBA

53.512

63.054

36.009

6.243

30.177

7.424

13.805

210.223

Zentralstaaten und Zentralbanken

3.569

993

26

1

13

6

10.013

14.619

Institute

7.744

3.948

111

78

1.293

342

633

14.149

Unternehmen

32.853

53.313

7.661

277

7.701

2.620

1.034

105.459

Mengengeschäft

176

39

20.877

0

18.234

655

0

39.980

Sonstige

9.170

4.761

7.334

5.888

2.937

3.801

2.125

36.016

IRB-Basis-Ansatz

2.082

175

1

0

3.075

0

0

5.333

Zentralstaaten und Zentralbanken

0

0

0

0

0

0

0

0

Institute

0

0

0

0

5

0

0

5

Unternehmen

2.082

175

1

0

3.070

0

0

5.329

Standardansatz

4.812

5.501

4.167

1.679

4.186

4.063

1.123

25.530

Zentralregierungen oder Zentralbanken

14

30

3

0

144

0

10

202

Institute

538

34

14

1

81

2

0

671

Unternehmen

2.268

3.713

946

715

918

736

587

9.884

Mengengeschäft

6

239

2.499

0

1.763

512

0

5.018

Sonstige

1.985

1.485

705

962

1.279

2.813

525

9.755

Risikopositionsbetrag für Beiträge zum Ausfallfonds einer ZGP

820

2

0

0

111

0

0

933

Abwicklungsrisiko

9

0

0

0

0

0

0

9

Kreditrisikobezogene Bewertungsanpassung (CVA)

11.971

8

74

309

391

3.082

41

15.877

Interner-Modell-Ansatz (IMA)

11.949

8

55

307

378

3.081

2

15.780

Standardansatz

22

0

19

2

14

1

40

97

Marktrisiko

32.502

1.191

6

1.262

32

14.286

275

49.553

Interner-Modell-Ansatz (IMA)

27.643

1.032

6

367

0

8.741

275

38.063

Standardansatz

4.860

159

0

895

32

5.545

0

11.491

Operationelles Risiko

54.777

14.165

8.518

2.739

5.266

3.972

487

89.923

Fortgeschrittener Messansatz

54.777

14.165

8.518

2.739

5.266

3.972

487

89.923

Insgesamt

160.391

86.112

49.909

12.504

43.242

32.898

12.326

397.382

Die RWA gemäß CRR/CRD 4 betrugen 356,2 Mrd € zum 31. Dezember 2016 verglichen mit 397,4 Mrd € zum 31. Dezember 2015. Der Rückgang von 41,1 Mrd € resultierte größtenteils aus einer Verringerung der RWA aus dem Kredit- und Marktrisiko. Der Rückgang der RWA aus dem Kreditrisiko von 21,7 Mrd € entstand vor allem aus der Veräußerung unserer Anteile an der Hua Xia und der Abbey Life, dem fortgesetzten Risikoabbau in unserer Non-Core Operations Unit, Optimierungsinitiativen im Geschäftsbereich Corporate & Investment Banking, die Verbriefungspositionen, Reduzierungen von Eigenanteilen bei Syndizierungen und die Optimierung von Kundenportfolios betreffen sowie geringeren Risikopositionswerten in den Geschäftsbereichen Geschäftsbereich Corporate & Investment Banking und Global Markets. Der Rückgang der RWA für das Marktrisiko seit dem 31. Dezember 2015 wurde vor allem durch eine Verringerung der Risikopositionswerte in der Non-Core Operations Unit und zu einem geringeren Umfang durch saisonbedingt geringere Risikopositionswerte in Global Markets erreicht. Der Rückgang der Kreditrisikobezogenen Bewertungsanpassung (CVA) um 6,5 Mrd € ist im wesentlichen auf den fortgesetzten Risikoabbau des Portfolios sowie Änderungen in der Bewertungsmethodik und den Bewertungsrichtlinien zurückzuführen. Der Anstieg der RWA für das Operationelle Risiko ist im Wesentlichen auf große Operationelle Risikoereignisse, wie z.B. die Beilegung von regulatorischen Streitfällen von Finanzinstituten, zurückzuführen, die in unserem AMA Modell reflektiert werden und die teilweise kompensiert werden durch rückläufige Risikopositionswerte in Global Markets.

Die RWA gemäß CRR/CRD 4-Vollumsetzung beliefen sich auf 357,5 Mrd € zum 31. Dezember 2016, verglichen mit 396,7 Mrd € zum Jahresende 2015. Der Rückgang resultierte aus den gleichen Bewegungen wie zuvor für die RWA unter Anwendung der Übergangsbestimmungen beschrieben. Die risikogewichteten Aktiva gemäß CRR/CRD 4-Vollumsetzung waren aufgrund der Anwendung der Bestandsschutzregelung für Beteiligungspositionen aus den Übergangsbestimmungen gemäß Artikel 495 der CRR, die für bestimmte Beteiligungspositionen die Vergabe von 100 % Risikogewicht anstatt eines per Artikel 155 CRR im Rahmen der CRR/CRD 4-Vollumsetzung ermittelten Risikogewichtes zwischen 190 % und 370 % erlauben, um 1,3 Mrd € höher als die RWA unter Anwendung der Übergangsbestimmungen.

Obwohl diese Bestandschutzregelung nicht bei der vollständigen Umsetzung des CRR/CRD 4-Rahmenwerks gültig sein wird, nutzen wir sie dort weiterhin für eine kleine Anzahl an Beteiligungspositionen, begründet durch unser Ziel, die Auswirkungen des Auslaufs der Bestandschutzregelung durch eine Veräußerung dieser Positionen bis zum Jahresende 2017 oder anderer Maßnahmen zu begegnen. Unser Beteiligungsportfolio, für das wir die Bestands­schutz­regelung für Beteiligungspositionen bis zum Jahresende 2017 weiterhin anwenden, besteht aus 15 Positionen mit einem Gesamtwert von 220 Mio €, die für die Berechnung der RWA auf Basis einer CRR/CRD 4 Vollumsetzung ein Risikogewicht von 100 % anstelle eines Risikogewichts zwischen 190 % und 370 % erhalten. Wir beobachten eng die aktuellen Marktentwicklungen und mögliche Auswirkungen von illiquiden Märkten oder ähnlichen Erschwernissen, die eine Veräußerung dieser Positionen verhindern könnten. Ohne Anwendung der Bestandsschutzregelung für diese Transaktionen hätten sich deren RWA gemäß CRR/CRD 4-Vollumsetzung auf 816 Mio € belaufen, die RWA insgesamt somit auf maximal 358,1 Mrd € zum 31. Dezember 2016 anstelle der für den Konzern berichteten RWA bei CRR/CRD 4-Vollumsetzung in Höhe von 357,5 Mrd bei Anwendung der Bestandsschutzregelung. Würden wir die zugehörigen Harte Kernkapitalquote, Kernkapitalquote und Gesamtkapitalquote unter Nutzung von 358,1 Mrd € RWA berechnen, so blieben diese (aufgrund von Rundungen) unverändert bei 11,8 %, 13,1 % und 16,6 % die wir unter Anwendung der Bestandschutzregelung angeben.

Zum 31. Dezember 2015 belief sich unser Beteiligungsportfolio, für das wir die Bestandsschutzregelung für Beteiligungspositionen angewandt haben, auf einen Gesamtwert von 1,5 Mrd €. Ohne Anwendung der Bestandsschutzregelung für diese Transaktionen würden sich deren RWA gemäß CRR/CRD 4-Vollumsetzung auf maximal 5,4 Mrd € belaufen, die RWA insgesamt somit auf maximal 400,7 Mrd €. Würden wir die zugehörigen Harte Kernkapitalquote, Kernkapitalquote und Gesamtkapitalquote unter Nutzung von 400,7 Mrd € RWA berechnen, so würden diese sich auf 11,0 %, 12,1 % und 15,2 % belaufen anstatt 11,1 %, 12,3 % und 15,4 %, die wir unter Anwendung der Bestandschutzregelung angeben.

Die nachfolgende Tabelle stellt eine Analyse der wesentlichen Einflussgrößen auf die RWA-Bewegungen für Kredit-, Markt- und operationelle Risiken sowie die kreditrisikobezogene Bewertungsanpassung in der Berichtsperiode dar. Die Klassifizierung der wesentlichen Einflussgrößen auf die Entwicklung der RWA für das Kreditrisiko haben wir vollständig an die Vorgaben der Enhanced Disclosure Task Force (EDTF) angepasst.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für das Kreditrisiko inklusive Gegenpartei-Kreditrisiko

 

31.12.2016

31.12.2015

in Mio €

Kreditrisiko

Eigenmittel­anforderungen

Kreditrisiko

Eigenmittel­anforderungen

RWA-Bestand für Kreditrisiko am Periodenanfang

242.019

19.362

244.128

19.531

Portfoliogröße

−8.085

−647

−4.822

−386

Portfolioqualität

−3.827

−306

−2.103

−168

Modellanpassungen

2.328

186

728

58

Methoden und Grundsätze

−1.280

−102

−3.346

−268

Akquisitionen und Verkäufe

−12.701

−1.016

−206

−16

Fremdwährungsbewegungen

350

28

10.378

830

Sonstige

1.539

123

−2.738

−219

RWA-Bestand für Kreditrisiko am Periodenende

220.345

17.628

242.019

19.362

Davon: Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für das Gegenpartei-Kreditrisiko

 

31.12.2016

31.12.2015

in Mio €

Gegenpartei-Kreditrisiko

Eigenmittel­anforderungen

Gegenpartei-Kreditrisiko

Eigenmittel­anforderungen

RWA-Bestand für Gegenpartei-Kreditrisiko am Periodenanfang

37.276

2.982

41.117

3.289

Portfoliogröße

−2.740

−219

−6.224

−498

Portfolioqualität

511

41

−95

−8

Modellanpassungen

1.439

115

0

0

Methoden und Grundsätze

−60

−5

0

0

Akquisitionen und Verkäufe

−707

−57

0

0

Fremdwährungsbewegungen

−106

−8

2.479

198

Sonstige

0

0

0

0

RWA-Bestand für Gegenpartei-Kreditrisiko am Periodenende

35.614

2.849

37.276

2.982

Der Bereich „Portfoliogröße“ beinhaltet organische Veränderungen in der Buchgröße wie auch in der Zusammensetzung der Portfolios. Die Kategorie „Portfolioqualität“ beinhaltet hauptsächlich die Effekte von Bewegungen der RWA für das Kreditrisiko aufgrund von Veränderungen der Bonitätseinstufungen, der Verlustquoten bei Ausfall, der regelmäßigen Rekalibrierungen der Modellparameter sowie zusätzlichen Anwendungen von Sicherheitenvereinbarungen. Die Kategorie „Modellanpassungen“ zeigt vornehmlich den Einfluss von Modellverbesserungen wie auch die zusätzliche Anwendung fortgeschrittener Modelle. Bewegungen der RWA, die aufgrund von externen, regulatorisch getriebenen Änderungen, zum Beispiel der Anwendung neuer regulatorischer Anforderungen, auftreten, werden im Abschnitt „Methoden und Grundsätze“ geführt. „Akquisitionen und Verkäufe“ beinhaltet ausschließlich signifikante Veränderungen der Portfoliozusammensetzung, welche durch neue Geschäftsaktivitäten oder Veräußerungen von bestehenden Geschäften gekennzeichnet sind. Die Kategorie „Sonstige“ enthält alle weiteren Änderungen, welche nicht den zuvor genannten Positionen zugeordnet werden können.

Der Rückgang der RWA für das Kreditrisiko um 9 % beziehungsweise 21,7 Mrd € seit dem 31. Dezember 2015 ist vor allem auf Rückgänge in den Kategorien „Akquisitionen und Verkäufe“ sowie „Portfoliogröße“ zurückzuführen. „Akquisitionen und Verkäufe“ reflektiert im Wesentlichen die Veräußerung der Anteile an der Hua Xia und der Abbey Life. Der Rückgang in der Kategorie „Portfoliogröße“ wird im wesentlichen durch den Risikoabbau in der Non-Core Operations Unit sowie einem generellen Abbau von Risikopositionswerten in Global Markets und Corporate & Investment Banking getrieben. Prozessverbesserungen und die Auswirkung von Rekalibrierungen risikorelevanter Parameter in der Kategorie „Portfolioqualität“ tragen ebenfalls zu dem Rückgang bei.

Der Anstieg in der Kategorie „Modellanpassungen“ in der Tabelle für das Gegenpartei-Kreditrisiko resultiert im Wesentlichen aus einer geänderten Behandlung der Nachschuss-Risikoperiode und dem allgemeinen Korrelationsrisiko für spezielle Derivateportfolien. Der Anstieg wurde teilweise durch eine Verbesserung der Kalkulation bei effektiven Fälligkeit für besicherte Kontrahenten reduziert. Der Anstieg in der Kategorie „Sonstige“ geht im Wesentlichen auf die Aufhebung des 15 %-Schwellenwertabzugs aufgrund der Veräußerung des Anteils an der Hua Xia Bank zurück, der zu höheren RWA für latente Steuerforderungen führt, die von der künftigen Profitabilität abhängen und aus steuerlich abzugsfähigen temporären Differenzen resultieren.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für Credit Valuation Adjustment

 

31.12.2016

31.12.2015

in Mio €

RWA-Bestand für CVA

Eigenmittel­anforderungen

RWA-Bestand für CVA

Eigenmittel­anforderungen

RWA-Bestand für CVA am Periodenanfang

15.877

1.270

21.203

1.696

Veränderungen des Risikovolumens

−5.600

−448

−5.591

−447

Veränderungen der Marktdaten und Rekalibrierungen

278

22

−1.552

−124

Modellverbesserungen

−1.000

−80

0

0

Methoden und Grundsätze

0

0

−77

−6

Akquisitionen und Verkäufe

0

0

0

0

Fremdwährungsbewegungen

−139

−11

1.894

152

RWA-Bestand für CVA am Periodenende

9.416

753

15.877

1.270

Die Entwicklung der CVA-RWA ist in mehrere Kategorien unterteilt: Veränderungen des Risikovolumens, die die Veränderungen der Portfoliogröße sowie -zusammenstellung beinhalten; Veränderungen der Marktdaten und Kalibrierungen umfassen Veränderungen in den Marktdaten, Volatilitäten sowie Rekalibrierungen; Modellverbesserungen beziehen sich auf Änderungen der Internen-Modell-Methode (IMM) für Kreditengagements oder auf Änderungen in den Value-at-Risk-Modellen, die für die RWA für CVA genutzt werden; Methoden und Grundsätze betreffen regulatorische Veränderungen. Jegliche signifikanten Unternehmensakquisitionen oder -verkäufe würden individuell hervorgehoben werden.

Per 31. Dezember 2016 beliefen sich die RWAs für CVA Risiken auf 9,4 Mrd €, was einer Reduktion von 6,5 Mrd € (40 %) im Vergleich zu 15,9 Mrd € zum 31. Dezember 2015 entspricht. Diese Reduktion ist im Wesentlichen durch den Rückgang unseres OTC-Derivate Portfolios und eine Modelländerung im Bereich der in der Value-at-Risk-Berechnung verwandten Ratings getrieben.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für das Marktrisiko

 

31.12.2016

in Mio €

VaR

SVaR

IRC

CRM

Anderes

RWA Insgesamt

Gesamtkapital­anforderungen

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenanfang

6.931

17.146

11.608

2.378

11.491

49.553

3.964

Risikovolumen

−655

−1.547

−2.716

−3.553

−8.852

−17.323

−1.386

Veränderungen der Marktdaten und Rekalibrierungen

403

0

0

0

2.018

2.421

194

Modellverbesserungen

−57

237

−230

0

0

−50

−4

Methoden und Grundsätze

−665

−1.565

0

1.475

0

−754

−60

Akquisitionen und Verkäufe

0

0

0

0

0

0

0

Fremdwährungsbewegungen

0

0

0

−27

−58

−84

−7

Sonstiges

0

0

0

0

0

0

0

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenende

5.957

14.271

8.662

273

4.599

33.762

2.701

in Mio €

31.12.2016

31.12.2015

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenanfang

49.553

64.209

Veränderungen des Risikovolumens

−17.323

−27.671

Veränderungen der Marktdaten und Rekalibrierungen

2.421

3.919

Modellverbesserungen

−50

1.501

Methoden und Grundsätze

−754

5.707

Akquisitionen und Verkäufe

0

0

Fremdwährungsbewegungen

−84

1.888

RWA-Bestand für Marktrisiko am Periodenende

33.762

49.553

Die Analyse für das Marktrisiko umfasst Bewegungen in unseren internen Modellen für den Value-at-Risk, den Stress-Value-at-Risk, den Inkrementellen Risikoaufschlag, den Umfassenden Risikoansatz sowie Ergebnisse vom Marktrisiko-Standardansatz, welche in der Kategorie „Anderes“ zusammengefasst sind. Der Marktrisiko-Standardansatz umfasst Handelsbuchverbriefungen, nth-to-default-Kreditderivate, Langlebigkeitsrisiken, relevante Collective Investment Undertakings und das Marktirisiko RWA der Postbank.

Die Marktrisiko-RWA-Bewegungen, die sich durch Veränderungen in Marktdaten, Volatilitäten, Korrelationen, Liquidität und Bonitätseinstufungen ergeben, sind in der Kategorie „Marktdaten und Rekalibrierungen“ enthalten. Veränderungen in unseren internen Modellen für Marktrisiko-RWA, wie Methodenverbesserungen oder Erweiterung des Umfangs der erfassten Risiken, werden in die Kategorie „Modellverbesserungen“ einbezogen. In der Kategorie „Methoden und Grundsätze“ werden aufsichtsrechtlich vorgegebene Anpassungen unserer RWA-Modelle oder -Berechnungen berücksichtigt. Signifikante neue Geschäftstätigkeiten und Verkäufe würden in der Zeile „Akquisitionen und Verkäufe“ einbezogen. Effekte von Währungsbewegungen werden nur für CRM und Standardansatz Methoden berechnet.

Zum 31. Dezember 2016 betrug das RWA für Marktrisiko 33,8 Mrd €. Der RWA-Rückgang für Marktrisiken um 15,8 Mrd € (32 %) seit dem 31. Dezember 2015 ergab sich im Wesentlichen aus dem Rückgang in der Kategorie „Risikovolumen“. Dieser lässt sich auf eine signifikante Risikoreduzierung in der Non-Core Operations Unit zurückführen, welche sich sowohl auf den Umfassenden Risikoansatz als auch auf den vom Marktrisiko-Standardansatz für Verbriefungen auswirkte. Darüber hinaus trug ein reduziertes Exposure in Global Markets zu der Reduzierung in der Kategorie „Veränderungen des Risikovolumens“ über die anderen Marktrisikokomponenten hinweg bei.

Entwicklung der risikogewichteten Aktiva für das operationelle Risiko

 

31.12.2016

31.12.2015

in Mio €

RWA-Bestand für das operationelle Risiko

Eigenmittel­anforderungen

RWA-Bestand für das operationelle Risiko

Eigenmittel­anforderungen

RWA-Bestand für das operationelle Risiko am Periodenanfang

89.923

7.194

67.082

5.367

Veränderungen des Verlustprofils (intern und extern)

7.048

564

24.170

1.934

Veränderung der erwarteten Verluste

−1.798

−144

−2.216

−177

Zukunftsgerichtete Risikokomponente

−1.140

−91

163

13

Modellverbesserungen

−358

−29

724

58

Methoden und Grundsätze

−1.000

−80

0

0

Akquisitionen und Verkäufe

0

0

0

0

RWA-Bestand für das operationelle Risiko am Periodenende

92.675

7.414

89.923

7.194

Interne und externe Verluste werden unter der Kategorie „Veränderungen im Verlustprofil“ angezeigt. Die Kategorie „Veränderungen der erwarteten Verluste“ reflektiert die divisionale Planung der operationellen Verluste, wobei diese vom AMA Kapital unter bestimmten Einschränkungen abgezogen wird. Die Kategorie „Zukunftsgerichtete Risikokomponente“ repräsentiert die qualitative Anpassung (QA) und spiegelt die Effektivität und die Leistungsfähigkeit der laufenden Steuerung operationeller Risiken durch Key Risk Indicators und Self-Assessments wider. Das Geschäftsumfeld und interne Kontrollfaktoren stehen dabei im Mittelpunkt. Die Kategorie „Modellverbesserungen“ berücksichtigt Initiativen, um das Modell zu verbessern. Die Kategorie „Methoden und Grundsätze“ umfasst extern beeinflusste Veränderungen wie zum Beispiel regulatorische Aufschläge. Die Kategorie „Akquisitionen und Verkäufe“ berücksichtigt signifikante Veränderungen des Risikoprofils aufgrund Neugeschäft oder Verkäufen.

Der Anstieg der risikogewichteten Aktiva um insgesamt 2,8 Mrd € resultierte vorrangig aus großen operationellen Risikoereignissen wie beispielsweise aufsichtsrechtlich bedingten Vergleichszahlungen von Finanzinstituten, die in unserem AMA-Modell berücksichtigt werden und unter der Kategorie „Veränderungen des Verlustprofils“ angezeigt werden. Die Auswirkung des am 23. Dezember 2016 verkündeten Vergleichs mit dem Department of Justice in den USA bezogen auf Untersuchungen im Zusammenhang mit Hypothekenkrediten und Asset Backed Securities aus dem Zeitraum 2005 bis 2007 wurden analysiert. Zusammen mit weiteren Veränderungen unseres operationellen Risikoprofils wird die Angemessenheit der Kapitalanforderungen bestätigt.

Aufgrund der Implementierung einer Modellverbesserung für die Modellierung der Häufigkeitsverteilung im ersten Quartal wurde der Kapitalaufschlag im vierten Quartal zurückgenommen, den wir seit Beantragung der Modellverbesserung veranschlagt hatten, siehe „Modellverbesserungen“. Ferner haben wir im vierten Quartal auch den Kapitalaufschlag für IT-Risiken aufgrund der Abbildung von neuen Szenarien bezüglich IT-Risiken, wie unter „Methoden und Grundsätze“ beschrieben, zurückgenommen.

Weitere in den Modellverbesserungen enthaltene Auswirkungen auf die übrigen RWA-Komponenten des operationellen Risikos werden sich erwartungsgemäß im Einklang mit der Umsetzung der Modelländerungen einstellen, welche kürzlich von der gemeinschaftlichen Aufsicht („Joint Supervisory Team“) genehmigt wurde.