Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Ökonomisches Kapital

Interne Kapitaladäquanz

Die von uns im Rahmen unseres internen Prozesses zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit („Internal Capital Adequacy Assessment Process“, auch ICAAP) auf Basis eines unterstellten Liquidationsszenarios („Gone Concern Approach“) verwendete primäre Messgröße zur Ermittlung unserer internen Kapitaladäquanz ist das Verhältnis unseres Kapitalangebots zu unserer Kapitalanforderung, wie in der nachstehenden Tabelle dargestellt. Die Definition des Kapitalangebots wurde im ersten Quartal 2016 weiter an die Vorschriften des CRR/CRD 4-Kapitalrahmenwerks angepasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden nun ebenfalls vom Säule 2 Kapitalangebot abgezogen, anstatt zur Kapitalanforderung addiert zu werden. Der Vorjahresvergleich wurde entsprechend angepasst.

Ökonomisches Kapitalangebot und ökonomischer Kapitalbedarf

in Mio €
(sofern nicht anders angegeben)

31.12.2016

31.12.2015

1

Beinhaltet Abzüge von Fair-Value-Erträgen auf eigene Krediteffekte in Bezug auf eigene Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie Debt Valuation Adjustments.

2

Beinhaltet Netto-Vermögenswerte (Aktiva abzgl. Verbindlichkeiten) leistungsdefinierter Pensionsfonds, im vorliegenden Beispiel angewandt auf den Fall einer Überdeckung von Pensionsverpflichtungen.

3

Analog zum Abzug beim regulatorischen Kapital.

4

Beinhaltet Adjustierungen des beizulegenden Zeitwerts für in Übereinstimmung mit IAS 39 umgewidmete Vermögenswerte sowie für Anlagevermögen, für das keine kongruente Refinanzierung vorliegt. Positive Beträge werden nicht berücksichtigt.

5

Beinhaltet Anteile ohne beherrschenden Einfluss bis zum Betrag des Ökonomischen Kapitalbedarfs für jede Tochtergesellschaft.

Kapitalangebot

 

 

Den Aktionären zurechenbares Eigenkapital

59.833

62.678

Gewinne aus beizulegenden Zeitwerten eigener Verbindlichkeiten und Debt Valuation Adjustments in Bezug auf eigenes Kreditrisiko1

−440

−407

Vermögenswerte leistungsdefinierter Pensionsfonds2

−945

−1.173

Aktive latente Steuern

−8.666

−7.762

Zusätzliche Bewertungsanpassung3

−1.398

−1.877

Fehlbetrag zwischen Wertberichtigungen und erwartetem Verlust

−297

−106

Fonds bauspartechnische Absicherung

−231

−291

Eigene Instrumente des harten Kernkapitals

−45

−62

Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts für Anlagevermögen, für das keine kongruente Refinanzierung vorliegt4

−557

−147

Anteile ohne beherrschenden Einfluss5

0

0

Immaterielle Vermögenswerte

−8.982

−10.078

Hybride Tier-1-Kapitalinstrumente

11.259

11.962

Tier-2-Kapitalinstrumente

8.003

8.016

Kapitalangebot

57.534

60.754

 

 

 

Ökonomischer Kapitalbedarf

 

 

Kreditrisiko

13.105

13.685

Marktrisiko

14.593

17.436

Operationelles Risiko

10.488

10.243

Geschäftsrisiko

5.098

5.931

Diversifikationseffekte

−7.846

−8.852

Kapitalbedarf

35.438

38.442

 

 

 

Interne Kapitaladäquanzquote

162 %

158 %

Eine Quote von mehr als 100 % bestätigt, dass unser gesamtes Kapitalangebot ausreicht, die über die Risikopositionen ermittelte Kapitalanforderung abzudecken. Diese Quote betrug 162 % zum 31. Dezember 2016 im Vergleich zu 158 % zum 31. Dezember 2015. Die Änderung der Quote resultierte aus dem Grund, dass das Kapitalangebot proportional weniger zurückgegangen ist als der Kapitalbedarf. Der Rückgang des den Aktionären zurechenbaren Eigenkapitals um 2.8 Mrd € resultierte hauptsächlich aus unseren Aktionären zurechenbaren Ergebnis nach Steuern. Der Rückgang der Hybriden Tier-1-Instrumente um 703 Mio € resultierte im Wesentlichen aus zurückgezahlten Kapitalinstrumenten. Der Rückgang der Kapitalanforderung resultiert aus dem niedrigeren Ökonomischen Kapitalbedarf (siehe Abschnitt „Risikoprofil“).

Die obigen Messgrößen zur Risikotragfähigkeit werden auf den konsolidierten Konzern (inklusive Postbank) angewandt und bilden einen integralen Teil unseres Rahmenwerks für das Risiko- und Kapitalmanagement.