Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Wertberichtigungsbestand für Ausfälle im Kreditgeschäft

Veränderungen im Wertberichtigungsbestand

 

2016

 

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

Rückstellungen für außerbilanzielle
Verpflichtungen im Kreditgeschäft

 

in Mio €

Einzeln ermittelt

Kollektiv ermittelt

Zwischen-
summe

Einzeln ermittelt

Kollektiv ermittelt

Zwischen-
summe

Insgesamt

Bestand am Jahresanfang

2.252

2.776

5.028

144

168

312

5.340

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

743

604

1.347

24

12

36

1.383

davon: (Gewinne)/Verluste aus dem Abgang von wertgeminderten Krediten

3

−16

−13

0

0

0

−13

Nettoabschreibungen:

−894

−870

−1.764

0

0

0

−1.764

Abschreibungen

−979

−972

−1.951

0

0

0

−1.951

Eingänge aus abgeschriebenen Krediten

85

101

187

0

0

0

187

Sonstige Veränderung

−30

−35

−65

−5

3

−2

−67

Bestand am Jahresende

2.071

2.475

4.546

162

183

346

4.892

 

 

 

 

 

 

 

 

Veränderungen gegenüber Vorjahr

 

 

 

 

 

 

 

Risikovorsorge im Kreditgeschäft:

 

 

 

 

 

 

 

Absolut

409

56

465

−34

−4

−39

427

Relativ

123 %

10 %

53 %

–59 %

–27 %

–52 %

45 %

Nettoabschreibungen:

 

 

 

 

 

 

 

Absolut

−412

−258

−670

0

0

0

−670

Relativ

85 %

42 %

61 %

0 %

0 %

0 %

61 %

Bestand am Jahresende:

 

 

 

 

 

 

 

Absolut

−181

−301

−482

18

15

34

−448

Relativ

–8 %

–11 %

–10 %

13 %

9 %

11 %

–8 %

Der Wertberichtigungsbestand für Ausfälle im Kreditgeschäft betrug 4,9 Mrd € am 31. Dezember 2016 im Vergleich zu 5,3 Mrd € zum Jahresende 2015. Dieser Rückgang wurde durch Abschreibungen verursacht, die teilweise durch neue Risikovorsorgen kompensiert wurden.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich um 427 Mio € im Vergleich zu 2015, verursacht durch den Anstieg der Risikovorsorge für Kreditausfälle um 465 Mio € und teilweise kompensiert durch einen Rückgang der Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen aus dem Kreditgeschäft in Höhe von 39 Mio €. Der Anstieg der Risikovorsorge in unserem Portfolio einzeln bewerteter Kredite resultiert hauptsächlich aus CIB und Global Markets, verursacht durch die anhaltende Marktschwäche im Schifffahrtssektor sowie die geringeren Rohstoffpreise in den Branchen Metalle und Bergbau und Öl und Gas. Der Anstieg der Risikovorsorge für Kreditausfälle in unserem kollektiv bewerteten Portfolio wurde durch NCOU getrieben und teilweise durch nach IAS 39 reklassifizierte Kredite verursacht, Der Anstieg in NCOU wurde teilweise kompensiert durch Reduktionen in PW&CC und Postbank, was unter anderem auf unsere gute Portfolioqualität sowie das gute wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen war. Der Rückgang der Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen aus dem Kreditgeschäft resultiert insbesondere aus CIB und reflektiert Auflösungen aufgrund der Ziehung einiger weniger Garantien, was zu einer vergleichbaren Erhöhung der Risikovorsorge aus dem Kreditgeschäft führte.

Der Anstieg der Nettoabschreibungen im Vergleich zum Vorjahr um 670 Mio € resultiert insbesondere aus NCOU, verursacht durch nach IAS 39 reklassifizierten Krediten sowie Portfolioverkäufen.

Unsere Wertberichtigung für Kreditausfälle, die gemäß IAS 39 umklassifiziert wurden und in der NCOU berichtet werden, betrug 69 Mio € zum 31. Dezember 2016 und damit 2 % unserer gesamten Wertberichtigungen für Kreditausfälle, ein Rückgang um 82 % gegenüber 389 Mio € zum Jahresende 2015 (8 % unserer gesamten Wertberichtigungen für Kreditausfälle). Dieser Rückgang resultierte hauptsächlich aus Nettoabschreibungen in Höhe von 355 Mio € und aus Wechselkursdifferenzen der nach IAS 39 reklassifizierten Vermögenswerte, die mehrheitlich nicht in Euro denominiert wurden, teilweise kompensiert von zusätzlicher Risikovorsorge in Höhe von 66 Mio €.

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015 erhöhte sich die Risikovorsorge für Kreditausfälle für nach IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte um 110 Mio €, hauptsächlich verursacht durch unsere European-Mortgage-Portfolios. Die Nettoabschreibungen erhöhten sich um 242 Mio €, insbesondere verursacht durch unser European-Mortgage-Portfolio sowie ein großes Einzelengagement.

 

2015

 

Wertberichtigungen für Kreditausfälle

Rückstellungen für außerbilanzielle
Verpflichtungen im Kreditgeschäft

 

in Mio €

Einzeln ermittelt

Kollektiv ermittelt

Zwischen-
summe

Einzeln ermittelt

Kollektiv ermittelt

Zwischen-
summe

Insgesamt

N/A – nicht aussagekräftig

Bestand am Jahresanfang

2.364

2.849

5.212

85

141

226

5.439

Risikovorsorge im Kreditgeschäft

334

548

882

58

16

74

956

davon: (Gewinne)/Verluste aus dem Abgang von wertgeminderten Krediten

−64

−51

−116

0

0

0

−116

Nettoabschreibungen:

−482

−612

−1.094

0

0

0

−1.094

Abschreibungen

−538

−717

−1.255

0

0

0

−1.255

Eingänge aus abgeschriebenen Krediten

56

105

161

0

0

0

161

Sonstige Veränderung

36

−8

28

1

10

11

39

Bestand am Jahresende

2.252

2.776

5.028

144

168

312

5.340

 

 

 

 

 

 

 

 

Veränderungen gegenüber Vorjahr

 

 

 

 

 

 

 

Risikovorsorge im Kreditgeschäft:

 

 

 

 

 

 

 

Absolut

−164

−83

−247

71

−1

70

−178

Relativ

–33 %

–13 %

–22 %

–538 %

–8 %

N/A

–16 %

Nettoabschreibungen:

 

 

 

 

 

 

 

Absolut

515

−100

415

0

0

0

415

Relativ

–52 %

19 %

–28 %

0 %

0 %

0 %

–28 %

Bestand am Jahresende:

 

 

 

 

 

 

 

Absolut

−112

−72

−184

59

27

86

−99

Relativ

–5 %

–3 %

–4 %

69 %

19 %

38 %

–2 %

Der Wertberichtigungsbestand für Ausfälle im Kreditgeschäft betrug 5,3 Mrd € am 31. Dezember 2015 im Vergleich zu 5,4 Mrd € zum Jahresende 2014. Dieser Rückgang wurde verursacht durch Abschreibungen, die teilweise im Zusammenhang mit Verkäufen wertgeminderter Kredite standen.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft reduzierte sich um 178 Mio € gegenüber dem Vorjahr, verursacht durch den Rückgang der Wertberichtigungen für Kreditausfälle um 247 Mio €. Der Rückgang der Risikovorsorge in unserem einzeln bewerteten Kreditportfolio um 164 Mio € wurde insbesondere durch nach IAS 39 reklassifizierte Kredite und andere Real Estate Kredite in NCOU verursacht. Höhere Risikovorsorge in CB&S, verursacht durch unsere Portfolios für Schiffskredite und Leveraged Finance, hat den gesamten Rückgang teilweise kompensiert. Die um 83 Mio € geringere Risikovorsorge in unserem kollektiv bewerteten Kreditportfolio folgt aus höheren Auflösungen von Wertberichtigungen im Zusammenhang mit Kreditverkäufen sowie einem andauernd positiven Kreditumfeld in Deutschland und einer Stabilisierung des Südeuropäischen Marktes. Der Anstieg in der Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft um 70 Mio € im Vergleich zur Vorjahresperiode ist auf einen größeren Einzelfall in GTB und die Postbank zurückzuführen.

Der Rückgang der Abschreibungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 um 415 Mio € wird hauptsächlich von der Postbank beeinflusst und ist auf das hohe Niveau des Vorjahres zurückzuführen, das durch einen einmaligen Effekt einer Prozessanpassung verursacht wurde.

Unsere Wertberichtigung für Kreditausfälle, die gemäß IAS 39 umklassifiziert wurden und in der NCOU berichtet werden, betrug 389 Mio € zum Jahresende 2015 und damit 8 % unserer gesamten Wertberichtigungen für Kreditausfälle, ein Rückgang um 25 % gegenüber 518 Mio € zum Jahresende 2014 (10 % unserer gesamten Wertberichtigungen für Kreditausfälle). Dieser Rückgang resultierte hauptsächlich aus Nettoabschreibungen in Höhe von 113 Mio € und Nettoauflösungen in Höhe von 44 Mio €, teilweise kompensiert durch Wechselkursveränderungen der überwiegend nicht in Euro denominierten, nach IAS 39 reklassifizierten Kredite.

Im Vergleich Geschäftsjahr 2014 sank die Risikovorsorge für Kreditausfälle für nach IAS 39 umklassifizierte Vermögenswerte um 129 Mio € und die Nettoabschreibungen stiegen um 98 Mio € an. Beide Veränderungen wurden hauptsächlich durch Verkäufe wertgeminderter Kredite verursacht.