Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Risikopositionswerte des Marktrisikos aus Handelsaktivitäten

Value-at-Risk-Werte der Handelsbereiche des Deutsche Bank-Konzerns (ohne Postbank)

Die nachfolgenden Tabellen und die Grafik zeigen die Value-at-Risk-Werte unserer Handelsbereiche, die mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag berechnet werden. Sie beinhalten nicht die Anteile am Handelsbuch der Postbank, die separat berechnet werden.

Value-at-Risk der Handelsbereiche nach Risikoarten

 

Insgesamt

Diversifika-
tionseffekt

Zinsrisiko

Credit-Spread-Risiko

Aktienkurs-
risiko

Währungs-
risiko1

Rohwaren-
preisrisiko

in Mio €

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Gold- und andere Edelmetallpositionen.

Durchschnitt

32,0

43,3

−35,0

−40,9

19,7

20,3

26,6

30,9

9,3

16,6

10,7

15,0

0,7

1,3

Maximum

59,4

65,6

−57,6

−59,2

29,5

30,2

32,5

40,3

52,4

28,3

16,7

25,0

3,3

4,0

Minimum

20,4

28,7

−25,6

−31,0

14,8

16,2

22,3

24,0

4,4

9,2

3,6

6,0

0,2

0,5

Periodenende

30,1

33,3

−36,9

−38,8

19,9

18,3

24,3

26,2

10,0

11,7

12,6

15,1

0,2

0,9

Entwicklung des Value-at-Risk nach Risikoarten in 2016
Entwicklung des Value-at-Risk nach Risikoarten in 2016 (Liniendiagramm)

Der durchschnittliche Value-at-Risk in 2016 betrug 32,0 Mio €, was einem Rückgang von 11,2 Mio € gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2015 entspricht. Der Rückgang des durchschnittlichen Value-at-Risk war getrieben von Reduzierungen über die Wertpapierklassen Credit Spread, Währungskursrisiko und Aktienkursrisiko hinweg, welche sich auf im Durchschnitt niedrigere direktionelle Exposures im Vergleich zum ganzen Jahr 2015 zurückführen lassen.

Die Spitze im Value-at-Risk Im Dezember 2016 war getrieben von Handelsbuchaktivitäten über einen kurzen Zeitraum während der Prozesserleichterung von Kundentransaktionen.

Aufsichtsrechtliche Kennzahlen zum handelsbezogenen Marktrisiko (ohne Postbank)

Die nachfolgenden Tabellen zeigen den Stress-Value-at-Risk unserer Handelsbereiche mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag. Sie beinhalten nicht die Anteile am Handelsbuch der Postbank, die separat berechnet werden.

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Stress-Value-at-Risk nach Risikoarten

 

Insgesamt

Diversifi-
kationseffekt

Zinsrisiko

Credit-Spread-Risiko

Aktienkurs-
risiko

Währungs-
risiko1

Rohwaren-
preisrisiko

in Mio €

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Gold- und andere Edelmetallpositionen.

Durchschnitt

85,2

105,1

−78,2

−114,5

51,9

60,7

74,9

106,7

20,6

22,8

14,8

26,7

1,3

2,5

Maximum

143,7

135,7

−150,0

−186,7

82,5

84,2

99,3

154,5

144,5

68,7

30,4

59,8

3,9

7,6

Minimum

60,4

82,4

−53,4

−71,7

37,4

45,1

59,0

82,6

2,4

0,1

3,4

5,7

0,4

0,7

Periodenende

75,8

106,3

−91,3

−98,0

51,9

45,5

63,0

90,9

29,6

44,1

22,1

22,6

0,5

1,2

Der durchschnittliche Stress-Value-at-Risk belief sich in 2016 auf 85,2 Mio €, was einem Rückgang von 19,9 Mio € im Vergleich zum Jahr 2015 entspricht. Der Rückgang im Durchschnitt war getrieben von Reduzierungen über die Wertpapierklassen Credit Spread, Währungskursrisiko und Aktienkursrisiko hinweg, welche sich auf im Durchschnitt niedrigere direktionelle Risikopositionen im Vergleich zum ganzen Jahr 2015 zurückführen lassen. Des Weiteren reduzierte sich der Zinsrisiko Stress-Value-at-Risk im Durchschnitt über das Jahr 2016 aufgrund von Veränderungen in der Portfoliokomposition. Ähnlich zum Value-at-Risk gab es einen Anstieg im Dezember 2016 resultierend aus der Prozesserleichterung von Kundentransaktionen.

Das folgende Diagramm vergleicht die Entwicklung des täglichen Value-at-Risk mit dem täglichen Stress-Value-at-Risk und ihren 60-Tage-Durchschnittswerten, jeweils mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag für unsere Handelsbereiche berechnet. Die Beträge sind in Millionen Euro angegeben und schließen Beiträge aus dem Postbank-Handelsbuch aus, die separat berechnet werden.

Entwicklung des Value-at-Risk und des Stress-Value-at-Risk in 2016
Entwicklung des Value-at-Risk und des Stress-Value-at-Risk in 2016 (Liniendiagramm)

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung repräsentiert der Inkrementelle Risikoaufschlag den jeweils höheren Wert des Stichtags oder den Durchschnittswert der letzten zwölf Wochen vor dem Stichtag.

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Inkrementeller Risikoaufschlag der Handelsbereiche
(mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)1,2,3

 

Insgesamt

Non-Core Operations Unit

Global Credit Trading

Core Rates

Fixed Income & Currencies APAC

Emerging Markets – Debt

Sonstige

in Mio €

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

2016

2015

1

Die Werte wurden auf Basis eines Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 31. Dezember 2016 beziehungsweise am 31. Dezember 2015 endete.

2

Die Aufteilung in Geschäftsbereiche wurde für das 2016 Reporting aktualisiert, um die gegenwärtige Geschäftsstruktur besser abzubilden.

3

Alle Liquiditätshorizonte sind auf 12 Monate festgelegt.

Durchschnitt

840,2

975,0

52,0

17,5

393,0

539,3

200,4

106,0

188,6

160,0

116,8

235,0

−110,5

−82,0

Maximum

944,4

1.020,8

57,3

85,0

405,8

693,0

229,6

179,0

243,0

351,0

128,0

300,0

−65,6

−52,0

Minimum

693,0

843,8

44,5

−4,8

368,0

435,0

173,7

50,0

119,6

113,0

111,6

144,0

−141,8

−128,0

Periodenende

693,0

890,0

51,8

−1,0

368,0

489,0

173,7

86,0

119,6

123,0

121,8

259,0

−141,8

−65,0

Der Inkrementelle Risikoaufschlag betrug 693 Mio € zum Jahresende 2016 und verringerte sich um 197 Mio € (22 %) verglichen mit dem Jahresende 2015. Der Inkrementelle Risikoaufschlag basierend auf dem Zwölf-Wochen-Durchschnitt betrug 840 Mio € zum Jahresende 2016 und damit 135 Mio € (14 %) weniger verglichen mit dem Durchschnitt der zwölf Wochen, welche am 31. Dezember 2015 geendet haben. Der reduzierte durchschnittliche Inkrementelle Risikoaufschlag ist getrieben von gereingeren Kreditrisikopositionen in Global Credit Trading im Vergleich zum ganzen Jahr 2015.

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung entspricht der Umfassende Risikoansatz für die jeweiligen Berichtsstichtage dem höheren Wert aus dem internen Tageswert an den Berichtstagen, dem Durchschnittswert während der vorhergegangenen zwölf Wochen sowie dem unteren Schwellenwert (Floor). Dieser Minimumwert beträgt 8 % des äquivalenten Kapitalabzugs nach dem standardisierten Verbriefungsrahmenwerk.

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Umfassender Risikoansatz der Handelsbereiche (mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)(1,2,3)

in Mio €

2016

2015

1

Der regulatorische umfassende Risikoansatz wird auf Basis des Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 31. Dezember endet.

2

Periodenende basiert auf internem Model-Spot-Wert.

3

Alle Liquiditätshorizonte sind auf 12 Monate festgelegt.

Durchschnitt

31,3

188,4

Maximum

39,8

197,3

Minimum

21,9

180,3

Periodenende

17,9

190,2

Der Wert für den Umfassenden Risikoansatz zum Jahresende 2016 betrug 18 Mio € und verringerte sich um 172 Mio € (91 %) im Vergleich zum Jahresende 2015. Der Zwölf-Wochen-Durchschnitt unseres Umfassenden Risikoansatzes betrug 31 Mio € zum Jahresende 2016 und damit 157 Mio € (83 %) weniger als der Zwölf-Wochen-Durchschnitt zum Jahresende 2015. Der Rückgang stellte sich aufgrund des kontinuierlichen Risikoabbaus im Korrelationshandelsportfolio ein.

Marktrisiko-Standardansatz

Zum 31. Dezember 2016 führten Verbriefungspositionen, für die das spezifische Zinsrisiko gemäß dem spezifischen Marktrisiko-Standardansatz berechnet wird, zu Eigenkapitalanforderungen in Höhe von 278,4 Mio €, die risikogewichteten Aktiva in Höhe von 3,5 Mrd € entsprachen. Zum 31. Dezember 2015 führten diese Positionen zu Eigenkapitalanforderungen in Höhe von 811 Mio €, die einem gesamten RWA-Äquivalent von 10,1 Mrd € entsprachen. Der Rückgang ist auf den stetigen Risikoabbau von Verbriefungspositionen zurückzuführen.

Die Eigenkapitalanforderungen für nth-to-Default-Derivate stiegen auf 6,4 Mio €, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 80 Mio € entsprach, verglichen mit 6 Mio € beziehungsweise 78 Mio € zum 31. Dezember 2015.

Ergänzend beliefen sich die Eigenkapitalanforderungen für Investmentanteile im Marktrisiko-Standardansatz zum 31. Dezember 2016 auf 39 Mio €, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 487 Mio € entsprach, im Vergleich zu 70 Mio € und 873 Mio € zum 31. Dezember 2015.

Die Kapitalanforderung für das Langlebigkeitsrisiko im Marktrisiko-Standardansatz betrug für NCOU und PIRM 46 Mio € zum 31. Dezember 2016, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 570 Mio € entsprach, verglichen mit 36 Mio € und 451 Mio € zum 31. Dezember 2015.

Marktrisiko des Handelsbuchs der Postbank

Der Value-at-Risk des Postbank-Handelsbuchs betrug bei einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag Null am 31. Dezember 2016. Die derzeitige Handelsbuch-Strategie der Postbank erlaubt keine neuen Handelsaktivitäten in Bezug auf das Handelsbuch. Daher enthielt das Handelsbuch der Postbank zum 31. Dezember 2016 keine Positionen. Gleichwohl wird die Postbank als Handelsbuchinstitut klassifiziert.

Ergebnisse des Aufsichtsrechtlichen Backtestings des Trading Market Risk

In 2016 haben wir einen globalen Ausreißer, in denen die Verluste auf der Buy-and-Hold-Basis den Value-at-Risk überstiegen, gegenüber drei Ausreißern in 2015 beobachtet. Der erste Ausreißer war im Februar 2016 zu verzeichnen, verursacht durch mit Marktereignissen stehende Verluste über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg. Dies war eine Konsequenz aus der erhöhten Risikoaversion an den Märkten in Folge von einigen Bedenken in Bezug auf die globale ökonomische Aussicht. Basierend auf den Ergebnissen unseres Backtestings, unserer Analyse der zugrunde liegenden Gründe der Ausreißer und Verbesserungen in unserer Value-at-Risk-Methodik sind wir weiterhin davon überzeugt, dass unser Value-at-Risk-Modell ein angemessenes Maß für unser handelsbezogenes Marktrisiko unter normalen Marktbedingungen darstellt.

Das folgende Schaubild zeigt die täglichen Buy-and-Hold-Handelsergebnisse der Handelseinheiten im Vergleich zum Value-at-Risk gegenüber dem jeweiligen Vortag für die Handelstage der Berichtsperiode. Der Value-at-Risk wird in negativen Beträgen dargestellt, um den abgeschätzten potenziellen Verlust visuell mit den Buy-and-Hold-Handelsergebnissen vergleichen zu können. Die Beträge sind in Mio € angegeben. Das Schaubild unterlegt, dass unsere Handelseinheiten ein positives Buy-and-Hold-Handelsergebnis an 54 % der Handelstage in 2016 erzielt haben (gegenüber 51 % in 2015). Zudem ist der globale Ausreißer in 2016 aufgezeigt.

Tägliche Buy-and-Hold-Handelsergebnisse der Handelseinheiten im Vergleich zum Value-at-Risk in 2016

Tägliche Erträge der Handelsbereiche

Das folgende Balkendiagramm zeigt die Verteilung der tatsächlichen täglichen Erträge unserer Handelsbereiche (ohne Postbank). Das tägliche Ergebnis ist definiert als vollständiges Ergebnis, welches durch neue Handelsgeschäfte, Gebühren und Provisionen, „Buy-and-Hold“, Reserven, „Carry“ und andere Erträge erzielt wird. Die Balkenhöhe gibt die Anzahl der Handelstage an, an denen der auf der horizontalen Achse in Mio € angegebene Handelsertrag erzielt wurde.

Verteilung der täglichen Erträge unserer Handelsbereiche in 2016

Im Jahr 2016 erzielten unsere Handelsbereiche an 87 % der Handelstage einen positiven Ertrag (gegenüber 91 % in 2015).