Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2016

Risikokultur

Wir fördern aktiv eine starke Risikokultur auf allen Ebenen unserer Organisation. Dabei ist es unser Ziel, einen ganzheitlichen Ansatz für die Steuerung von Risiken und Erträgen auf allen Ebenen der Organisation sowie das effektive Management unseres Risiko-, Kapital- und Reputationsprofils, zu fördern. Bei unseren Geschäftsaktivitäten gehen wir bewusst Risiken ein. Die folgenden Prinzipien stützen dabei die Risikokultur unseres Konzerns:

  • Risiken werden im Rahmen einer definierten Risikotoleranz eingegangen;
  • Jedes Risiko muss gemäß dem Rahmenwerk für das Risikomanagement genehmigt werden;
  • Risiken müssen angemessenen Ertrag bringen;
  • Risiken sollten fortlaufend überwacht und gesteuert werden.

Mitarbeiter auf allen Ebenen sind für die Steuerung und Eskalation von Risiken verantwortlich. Wir erwarten von Mitarbeitern, dass sie durch ihr Verhalten eine starke Risikokultur fördern. Dies wird dadurch gestärkt, dass unsere Leistungsbeurteilungs- und Vergütungsprozesse eine Verhaltensbewertung beinhalten. Verhaltensweisen einer starken Risikokultur wurden auf allen Ebenen der Organisation konsistent kommuniziert und umfassen:

  • Verantwortung für unsere Risiken übernehmen;
  • Risiken konsequent, zukunftsorientiert und umfassend bewerten;
  • kritisches Hinterfragen fördern, betreiben und respektieren;
  • Probleme gemeinsam lösen; und
  • die Deutsche Bank und ihre Reputation bei allen Entscheidungen in den Mittelpunkt stellen.

Zur Stärkung dieser erwarteten Verhaltensweisen und zur Stärkung der Risikokultur unterhalten wir eine Reihe von konzernweiten Aktivitäten. Die Mitglieder unseres Vorstands und das Senior Management kommunizieren regelmäßig die Bedeutung einer starken Risikokultur um ein einheitliches Leitbild vorzuleben. Um diese Verhaltensweisen zu unterstützen, haben wir in 2016 eine interne Bildungs-Kampagne „Wir sind alle Risikomanager“ durchgeführt. Diese umfasste ein Video und Intranet-Mitteilungen von Vorstandsmitgliedern und anderen hochrangigen Führungskräften.

Der Red Flags-Prozess sorgt weiterhin für einen Zusammenhang zwischen risikorelevanten Verhaltensweisen und dem Performance Management. Er ermöglicht uns, die Einhaltung bestimmter risikorelevanter Richtlinien und Verfahren zu überwachen, bei denen ein Verstoß eine Red Flag mit entsprechender Risikogewichtung zur Folge hat. In 2016 wurde der Prozess durch die Einführung eines IT-basierten Meldetools verbessert. Red Flags werden bei Entscheidungen zur Beförderung, Vergütung und Leistungsbewertung berücksichtigt.

Wir haben unser Schulungsprogramm weiterentwickelt, um das Risikobewusstsein zu schärfen. In 2016 haben wir eine überarbeitete Schulung zum Risikobewusstsein für alle Mitarbeiter durchgeführt, die neue Kapitel zu Reputationsrisiken und Risikobereitschaft beinhaltete.