Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2017

Deutsche Asset Management

Die Deutsche Asset Management (Deutsche AM) bleibt ein Kerngeschäft für die Deutsche Bank. Seit der Ankündigung im März 2017, dass wir einen Teilbörsengang der Deutsche Asset Management beabsichtigen, haben wir beachtliche Fortschritte hin zu unserem Ziel gemacht. Grund für den Teilbörsengang ist es, das Geschäftspotenzial durch die Förderung einer größeren Autonomie, zu heben. Als eigenständiger Vermögensverwalter werden wir die Marke DWS für unser globales Geschäft einführen und unser externes Profil schärfen. Die Integration unserer Infrastrukturpartner wird es uns ermöglichen, weitere operative Effizienzsteigerungen auf der gesamten Plattform zu erreichen, einschließlich Prozessverbesserungen, um Kosten zu senken und das Kundenerlebnis zu verbessern.

Wir sind überzeugt, dass die Deutsche AM gut aufgestellt ist, um die Herausforderungen der Branche anzugehen und Chancen zu ergreifen, indem der Bereich die diversen Investmentangebote des Geschäfts durch eine aktive Überwachung von Branchentrends und die Umsetzung unserer strategischen Ziele nutzt. Für 2018 erwarten wir aufgrund des synchron verlaufenden Aufschwungs der Weltwirtschaft eine weitestgehend positive Entwicklung an den Aktienmärkten, und eine stabile Entwicklung der Kreditmärkte. Risiken können allerdings aufgrund zunehmender Bewertungsrisiken, einer moderaten Verringerung der geldpolitischen Stimulierungsmaßnahmen und anhaltenden politischen Unsicherheiten, steigen. Das Wachstum in den Industrieländern wird vermutlich auf einem soliden Niveau bleiben, während sich die steile Aufwärtstendenz der Schwellenmärkte ungebrochen fortsetzen dürfte. Diese Entwicklungen werden sich voraussichtlich auf die Risikoneigung von Investoren sowie möglicherweise auch auf Managementgebühren und Mittelzuflüsse auswirken. Die Deutsche AM ist bestrebt, durch Antizipieren und Aufgreifen der Bedürfnisse von Anlegern der bevorzugte Investment-Partner für unseren weltweiten Kundenstamm zu sein.

Mittelfristig ist zu erwarten, dass das verwaltete Vermögen der Branche deutlich zunehmen wird, getrieben von dem starken Nettomittelaufkommen in passiven Strategien, alternativen Anlagen und Multi-Asset-Lösungen, da Kunden zunehmend ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Transparenz und ergebnisorientierte Produkte verlangen. Wir sind optimistisch, dass diese Wachstumstrends der Branche unsere Kompetenzen im Bereich passiver Produkte, alternativer Anlagen, aktiver Produkte der nächsten Generation und Multi-Asset-Lösungen begünstigen werden und wir unsere diesbezüglichen Marktanteile ausbauen können. Unsere digitalen Angebote werden uns neue Vertriebskanäle eröffnen. Wir erwarten jedoch, dass die Erträge durch Provisionsdruck, steigenden Regulierungsaufwand und starken Wettbewerb weiter belastet werden. In Anbetracht dieser Herausforderungen werden wir unsere Wachstumsinitiativen auf Produkte und Dienstleistungen ausrichten, bei denen wir uns von anderen Instituten abheben können, während wir zugleich die strenge Kontrolle unserer Kostenbasis beibehalten.

Wir planen, im Jahr 2018 ausgewählte Investitionen in Kundenbetreuung sowie Produkt- und digitale Kapazitäten vorzunehmen. Damit einher gehen die erwarteten Effizienzsteigerungen aus einer Überprüfung der Betriebsplattform, insbesondere in der Organisation der unterstützenden Funktionen, um den Geschäftsbetrieb zu vereinfachen und somit den Kundenservice, die Geschäftskontrollen und die Effizienz zu verbessern.

Für das Jahr 2018 gehen wir von im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunkenen Erträgen aus. Ursächlich dafür sind größtenteils deutlich niedrigere erfolgsabhängige und transaktionsbezogene Erträge, wesentlich geringere sonstige Erträge durch den Wegfall der Versicherungsentschädigung und die Effekte aus Veräußerungsaktivitäten, die 2017 stattfanden. Für 2018 erwarten wir leicht ein leicht erhöhtes verwaltetes Vermögen bedingt durch Nettomittelzuflüsse und gute Markterwartungen. Für das Jahr 2018 erwarten wir, dass die Nettomittelzuflüsse, insbesondere bei Produkten für den Geldmarkt- und Versicherungsbereich, volatil bleiben werden. Darüber hinaus rechnen wir mit Nettomittelabflüssen, die durch die kürzlich eingeleitete US-Steuerreform bedingt sind. Bei den Managementgebühren sind für 2018 keine Änderungen zu erwarten, da die Nettomittelzuflüsse und die stärkere Performance teilweise durch die Verringerung der Margen aufgezehrt werden. Die Deutsche AM beabsichtigt eine strenge Kontrolle ihrer Kostenbasis und will mit effizienzsteigernden Maßnahmen Wachstumsinitiativen auffangen. Die Verkäufe von nicht-strategischen Geschäftsbereichen und der signifikante Anstieg der Kosten für die Separierung in 2017 werden zu leicht niedrigeren bereinigten Kosten in 2018 führen.

Risiken für unseren Ausblick sehen wir in der Geschwindigkeit des Wachstums neuer Kundengelder, dem Einfluss des globalen Wirtschaftswachstums, den Entwicklungen des politischen Umfelds, einschließlich der Brexit-Verhandlungen, und den anhaltenden weltweiten politischen Unsicherheiten. Darüber hinaus könnten unvorhergesehene regulatorische Kosten und mögliche Verzögerungen bei der Umsetzung unserer Effizienzmassnahmen aufgrund von rechtlichen Restriktionen unsere Kostenbasis negativ beeinflussen.