Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2017

Unternehmensbereich Non-Core Operations Unit (NCOU)

Im zweiten Halbjahr 2012 wurde die Non-Core Operations Unit (NCOU) als damals fünfte Säule der Geschäftsstruktur der Deutschen Bank geschaffen. Sie sollte die Bank dabei unterstützen, Risiken im Zusammenhang mit kapitalintensiven Aktiva, die nicht zum Kerngeschäft gehören, zu verringern und damit den Kapitalbedarf zu reduzieren. Wie in unseren bisherigen Strategieveröffentlichungen dargelegt, beabsichtigten wir mit der Schaffung der NCOU die äußere Transparenz im Hinblick auf unsere nicht strategischen Positionen zu verbessern, durch Abtrennung der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten den Fokus des Managements stärker auf das Kerngeschäft zu richten und eine gezielte Beschleunigung des Risikoabbaus zu erreichen.

Die NCOU hat ihre Risikoabbauziele erfolgreich umgesetzt und das Portfolio so weit abgebaut, dass zum Jahresende 2016 das angestrebte Ziel einer Senkung der risikogewichteten Aktiva („RWA“) auf unter 10 Mrd € erreicht wurde. Bei der Ausübung dieses Mandats hat sich die NCOU aktiv auf Initiativen konzentriert, die zu einem wirksamen Kapitalbeitrag sowie Schuldenabbau führten, sodass die Bank in der Lage war, ihre harte Kernkapitalquote auf Basis der Vollumsetzung zu stärken. Seit Beginn des Jahres 2017 besteht die NCOU daher nicht mehr als eigenständiger Unternehmensbereich fort.

Die verbliebenen Aktiva mit einem Bilanzwert von rund 6 Mrd € zum 31. Dezember 2016 wurden von in die entsprechenden Segmenten des Kerngeschäfts, insbesondere der Unternehmens- und Investmentbank und der Privat- und Firmenkundenbank transferiert.

Der Unternehmensbereich NCOU hat seit dem 1. Januar 2015 folgende signifikante Veräußerungen getätigt:

Im November 2016 verkaufte die Deutsche Bank ihren verbleibenden Anteil von 16,9 % an Red Rock Resorts nach dem Börsengang im April 2016, bei dem die Deutsche Bank rund 3 % veräußert hatte.

Im April 2016 schloss die Deutsche Bank eine Vereinbarung zur vollständigen Veräußerung von Maher Terminals USA, LLC in Port Elizabeth, New Jersey an Macquarie Infrastructure Partners III, einen von Macquarie Infrastructure and Real Assets verwalteten Fonds. Nach Erhalt aller aufsichtsbehördlichen Genehmigungen haben wir im November 2016 den Verkauf für 739 Mio US-$ erfolgreich abgeschlossen.

Im April 2015 hat die Deutsche Bank vorbehaltlich der aufsichtsbehördlichen Genehmigungen eine Vereinbarung über die Veräußerung des Fairview Container Terminal in Port of Prince Rupert, Kanada (eines Geschäftssegments von Maher Terminals) an DP World (einen Hafenterminalbetreiber mit Sitz in Dubai) zu einem Preis in Höhe von 580 Mio CAD geschlossen. Nach Erhalt aller aufsichtsbehördlichen Genehmigungen haben wir den Verkauf im August 2015 erfolgreich abgeschlossen.