Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2017

Kapitalinstrumente

Unser Vorstand erhielt von der Hauptversammlung 2016 die Ermächtigung, bis zu 137,9 Millionen Aktien bis Ende April 2021 zurückzukaufen. Davon können 69,0 Millionen Aktien über den Einsatz von Derivaten erworben werden. Diese Ermächtigungen ersetzen die Genehmigungen des Vorjahres. Wir haben von der EZB die Genehmigung für Aktienrückkäufe im Jahr 2016 und 2017 gemäß der CRR/CRD 4-Regeln erhalten. Während des Zeitraums von der Hauptversammlung 2016 bis zur Hauptversammlung 2017 (18. Mai 2017) wurden 14,8 Millionen Aktien zurückgekauft, davon 0,2 Millionen Aktien durch die Ausübung von Call-Optionen. Die zurückgekauften Aktien wurden im gleichen oder im anstehenden Zeitraum zu Aktienvergütungszwecken verwendet, so dass der Bestand an zurückgekauften Eigenen Aktien in Treasury zur Hauptversammlung 2017 1,2 Millionen betrug. Im zweiten Quartal 2017 wurden, basierend auf der Ermächtigung der Hauptversammlung 2016, 27,5 Millionen Call Optionen auf Deutsche Bank Aktien gekauft um uns für künftige Aktienvergütungen gegen das Risiko eines steigenden Aktienkurses abzusichern. Alle Optionen hatten eine Laufzeit von über 18 Monaten.

Die Hauptversammlung 2017 gewährte unserem Vorstand die Ermächtigung bis zu 206,7 Millionen Aktien bis Ende April 2022 zurückzukaufen. Davon können 103,3 Millionen Aktien über den Einsatz von Derivaten erworben werden, dies beinhaltet 41,3 Millionen Derivate mit einer Laufzeit von mehr als 18 Monaten. Diese Ermächtigungen ersetzen die Genehmigungen des Vorjahres. Im Zeitraum seit der Hauptversammlung 2017 bis zum 31. Dezember 2017 wurden 14,1 Millionen Aktien zurück gekauft. Die zurückgekauften Aktien wurden im gleichen Zeitraum oder werden im anstehenden Zeitraum zu Aktienvergütungszwecken verwendet, so dass der Bestand an zurückgekauften Eigenen Aktien in Treasury zum 31. Dezember 2017 0,2 Millionen betrug.

Die Deutsche Bank kündigte am 5. März 2017 eine Kapitalerhöhung von bis zu 687,5 Millionen neuen Aktien mit Bezugsrechten für bestehende Aktionäre und selber Dividendenberechtigung wie alle anderen ausstehenden Aktien an, und schloss die Kapitalerhöhung am 7. April 2017 ab. Durch die Kapitalerhöhung erhöhte sich Anfang April 2017 die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien der Deutsche Bank AG um 687,5 Millionen, von 1.379,3 Millionen auf 2.066,8 Millionen. Der Bruttoemissionserlös betrug 8,0 Mrd € und der Nettoemissionserlös betrug 7,9 Mrd €. Die formale Genehmigung zur Erfassung des Bruttoemissionserlöses wurde am 26. Juli 2017 durch die EZB erteilt.

Seit der Hauptversammlung 2017 und zum 31. Dezember 2017 betrug der Nennwert des dem Vorstand zur Verfügung stehenden genehmigten Kapitals 2.560 Mio € (1.000 Millionen Aktien). Zum 31. Dezember 2017 betrug das bedingte Kapital gegen Bareinlage 512 Mio € (200 Millionen Aktien). Ein weiteres bedingtes Kapital zur Erfüllung von Optionen aus Mitarbeitervergütung beträgt 51,2 Mio € (20 Millionen Aktien).

Unsere ehemals emittierten Hybriden Kernkapital-Instrumente (im Wesentlichen alle nicht kumulativen Trust Vorzugsaktien) werden unter CRR/CRD 4-Vollumsetzungsregeln nicht als Zusätzliches Kernkapital (Additional Tier-1) anerkannt – hauptsächlich, da sie über keinen Abschreibungs- oder Eigenkapitalwandlungsmechanismus verfügen. Allerdings werden sie während der CRR/CRD 4-Übergangsphase großteils als Zusätzliches Kernkapital und unter den CRR/CRD 4-Vollumsetzungsregeln teilweise als Ergänzungskapital anerkannt. Während der Übergangsphase reduziert sich der maximal anerkennbare Betrag an Zusätzlichen Kernkapital-Instrumenten aus Basel 2.5-konformen Emissionen zum 31. Dezember 2012 jeweils zum Jahresanfang um 10 % oder 1,3 Mrd € bis 2022. Zum 31. Dezember 2017 führte dies zu anrechenbaren Zusätzlichen Kernkapital-Instrumenten in Höhe von 8,6 Mrd € (4,6 Mrd € der neu begebenen AT1-Anleihen sowie noch übergangsweise anrechenbare Hybride Kernkapital-Instrumente von 3,9 Mrd €). 2017 hat die Bank ein ehemals emittiertes Hybrides Kernkapital-Instrument mit einem Nominalbetrag von 0,5 Mrd € und einem anrechenbaren Betrag von 0,5 Mrd € sowie ein weiteres Hybrides Kernkapital-Instrument mit einem Nominalbetrag von 0,3 Mrd US-$ und einem anrechenbaren Betrag von 0,0 Mrd € gekündigt. Darüber hinaus wurde ein Hybrides Kernkapital-Instrument mit einem Nominalbetrag von 2,0 Mrd US-$ und einem anrechenbaren Betrag von 1,6 Mrd € mit Wirkung zum 20. Februar 2018 gekündigt. 3,9 Mrd € der ehemals emittierten Hybriden Kernkapital-Instrumente können unter CRR/CRD 4-Vollumsetzung noch als Ergänzungskapital angerechnet werden. Zusätzliche Kernkapitalinstrumente anerkannt unter CRR/CRD 4-Vollumsetzung betrugen zum 31. Dezember 2017 4,6 Mrd €.

Am 1. Dezember 2017 haben wir neue festverzinsliche nachrangige Tier-2-Anleihen mit einem gesamten Nominalvolumen von 1,0 Mrd US-$ begeben. Die Anleihen haben eine Stückelung von 200.000 US-$ sowie darüber hinausgehende ganze Vielfache von 1.000 US-$ und werden am 1. Dezember 2032 fällig. Sie wurden in Transaktionen nach Maßgabe der Registrierungsanforderungen des US Securities Act von 1933 emittiert.

Die Summe unserer Ergänzungskapital-Instrumente, die während der CRR/CRD 4-Übergangsphase anerkannt sind, betrug 6,4 Mrd € zum 31. Dezember 2017. Zum 31. Dezember 2017 gab es keine ehemals emittierten, zusätzlichen Hybriden Kernkapital-Instrumente, die während der CRR/CRD 4-Übergangsphase als Ergänzungskapital angerechnet wurden. Der Nominalbetrag der Ergänzungskapital-Instrumente betrug 8,3 Mrd €. Im Jahr 2017 wurden keine Ergänzungskapital-Instrumente gekündigt. Ergänzungskapital-Instrumente, anerkannt unter CRR/CRD 4-Vollumsetzung, betrugen zum 31. Dezember 2017 10,3 Mrd € (inklusive der 3,9 Mrd € ehemals emittierten Hybriden Kernkapital-Instrumente, die nur noch in der Übergangsphase als Zusätzliches Kernkapital anerkannt werden).