Deutsche Bank

Geschäftsbericht 2017

Risikopositionswerte des Marktrisikos aus Handelsaktivitäten

Value-at-Risk-Werte der Handelsbereiche des Deutsche Bank-Konzerns (ohne Postbank)

Die nachfolgenden Tabellen und die Grafik zeigen die Value-at-Risk-Werte unserer Handelsbereiche, die mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag berechnet werden. Sie beinhalten nicht die Anteile am Handelsbuch der Postbank, die separat berechnet werden.

Value-at-Risk der Handelsbereiche nach Risikoarten

 

Insgesamt

Diversifika-
tionseffekt

Zinsrisiko

Credit-Spread-Risiko

Aktienkurs-
risiko

Währungs-
risiko1

Rohwaren-
preisrisiko

in Mio €

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Gold- und andere Edelmetallpositionen.

Durchschnitt

29,8

32,0

−28,1

−35,0

20,2

19,7

19,7

26,6

8,7

9,3

8,4

10,7

0,8

0,7

Maximum

38,4

59,4

−37,6

−57,6

26,0

29,5

25,1

32,5

12,5

52,4

16,5

16,7

3,0

3,3

Minimum

20,1

20,4

−21,4

−25,6

13,5

14,8

13,5

22,3

4,4

4,4

4,2

3,6

0,1

0,2

Periodenende

29,1

30,1

−22,5

−36,9

21,4

19,9

14,4

24,3

10,1

10,0

4,9

12,6

0,7

0,2

Entwicklung des Value-at-Risk nach Risikoarten in 2017

Der durchschnittliche Value-at-Risk in 2017 betrug 29,8 Mio €, was einem Rückgang von 2,2 Mio € gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2016 entspricht.

Der durchschnittliche Credit Spread Value-at-Risk verminderte sich aufgrund von Reduzierungen des idiosynkratischen Risikos.

Der Rückgang des durchschnittlichen Value-at-Risk am Periodenende war getrieben von Reduzierungen der Vermögensklassen Credit Spread und Foreign Exchange.

Aufsichtsrechtliche Kennzahlen zum handelsbezogenen Marktrisiko (ohne Postbank)

Die nachfolgenden Tabellen zeigen den Stress-Value-at-Risk unserer Handelsbereiche mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag. Sie beinhalten nicht die Anteile am Handelsbuch der Postbank, die separat berechnet werden.

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Stress-Value-at-Risk nach Risikoarten

 

Insgesamt

Diversifi-
kationseffekt

Zinsrisiko

Credit-Spread-Risiko

Aktienkurs-
risiko

Währungs-
risiko1

Rohwaren-
preisrisiko

in Mio €

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

1

Beinhaltet Value-at-Risk für Gold- und andere Edelmetallpositionen.

Durchschnitt

76,7

85,2

−88,4

−78,2

69,8

51,9

62,1

74,9

18,8

20,6

12,6

14,8

1,8

1,3

Maximum

125,0

143,7

−115,8

−150,0

92,0

82,5

73,2

99,3

66,8

144,5

28,0

30,4

6,1

3,9

Minimum

42,0

60,4

−73,0

−53,4

48,3

37,4

54,3

59,0

1,5

2,4

6,9

3,4

0,3

0,4

Periodenende

85,6

75,8

−81,0

−91,3

67,8

51,9

64,3

63,0

19,9

29,6

12,6

22,1

1,9

0,5

Der durchschnittliche Stress-Value-at-Risk belief sich in 2017 auf 76,7 Mio €, was einem Rückgang von 8,5 Mio € im Vergleich zum Jahr 2016 entspricht. Der Rückgang im Durchschnitt war getrieben von einer Reduzierung des Credit Spread Stress-Value-at-Risk resultierend aus Verminderungen des idiosynkratischen Risikos sowie teilweise aus Modellverbesserungen der Credit-Spread-Komponente.

Dies wurde zum Teil durch einen Anstieg des Zinsrisiko Stress-Value-at-Risk aufgehoben, welche sich im Durchschnitt auf eine Änderung der direktionellen Risikopositionen über das Jahr 2017 hinweg zurückführen lassen.

Das folgende Diagramm vergleicht die Entwicklung des täglichen Value-at-Risk mit dem täglichen Stress-Value-at-Risk und ihren 60-Tage-Durchschnittswerten, jeweils mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag für unsere Handelsbereiche berechnet. Die Beträge sind in Millionen Euro angegeben und schließen Beiträge aus dem Postbank-Handelsbuch aus, die separat berechnet werden.

Entwicklung des Value-at-Risk und des Stress-Value-at-Risk in 2017

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung repräsentiert der Inkrementelle Risikoaufschlag den jeweils höheren Wert des Stichtags oder den Durchschnittswert der letzten zwölf Wochen vor dem Stichtag.

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Inkrementeller Risikoaufschlag der Handelsbereiche
(mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)1,2,3

 

Insgesamt

Non-Core Operations Unit

Global Credit Trading

Core Rates

Fixed Income & Currencies APAC

Emerging Markets – Debt

Sonstige

in Mio €

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

2017

2016

1

Die Werte wurden auf Basis eines Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 31. Dezember 2017 beziehungsweise am 31. Dezember 2016 endete.

2

Die Aufteilung in Geschäftsbereiche wurde für das 2017 Reporting aktualisiert, um die gegenwärtige Geschäftsstruktur besser abzubilden.

3

Alle Liquiditätshorizonte sind auf 12 Monate festgelegt.

Durchschnitt

802,1

840,2

0,0

52,0

544,6

393,0

107,1

200,4

168,1

188,6

37,2

116,8

−54,8

−110,5

Maximum

899,3

944,4

0,0

57,3

597,4

405,8

172,5

229,6

229,0

243,0

62,9

128,0

−20,4

−65,6

Minimum

754,8

693,0

0,0

44,5

503,7

368,0

48,7

173,7

92,4

119,6

−1,4

111,6

−90,0

−141,8

Periodenende

789,6

693,0

0,0

51,8

540,1

368,0

133,2

173,7

142,3

119,6

19,9

121,8

−45,9

−141,8

Der Inkrementelle Risikoaufschlag betrug 790 Mio € zum Jahresende 2017 und erhöhte sich um 97 Mio € (14 %) verglichen mit dem Jahresende 2016. Der Inkrementelle Risikoaufschlag basierend auf dem Zwölf-Wochen-Durchschnitt betrug 802 Mio € zum Jahresende 2017 und damit 38 Mio € (5 %) weniger verglichen mit dem Durchschnitt der zwölf Wochen, welche am 31. Dezember 2016 geendet haben. Der reduzierte durchschnittliche Inkrementelle Risikoaufschlag ist getrieben von geringeren Kreditrisikopositionen in Core Rates und Emerging Markets-Debt im Vergleich zum ganzen Jahr 2016.

Zum Zweck der aufsichtsrechtlichen Berichterstattung entspricht der Umfassende Risikoansatz für die jeweiligen Berichtsstichtage dem höheren Wert aus dem internen Tageswert an den Berichtstagen, dem Durchschnittswert während der vorhergegangenen zwölf Wochen sowie dem unteren Schwellenwert (Floor). Dieser Minimumwert beträgt 8 % des äquivalenten Kapitalabzugs nach dem standardisierten Verbriefungsrahmenwerk.

Durchschnittlicher, Maximaler und Minimaler Umfassender Risikoansatz der Handelsbereiche (mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Anlagehorizont von einem Jahr)1,2,3

in Mio €

2017

2016

1

Der regulatorische umfassende Risikoansatz wird auf Basis des Zeitraums von zwölf Wochen berechnet, der am 29. Dezember endet.

2

Periodenende basiert auf internem Model-Spot-Wert.

3

Alle Liquiditätshorizonte sind auf 12 Monate festgelegt.

Durchschnitt

5,4

31,3

Maximum

6,3

39,8

Minimum

4,5

21,9

Periodenende

4,4

17,9

Der Wert für den Umfassenden Risikoansatz zum Jahresende 2017 betrug 4,4 Mio € und verringerte sich um 13,5 Mio € (−75 %) im Vergleich zum Jahresende 2016. Der Zwölf-Wochen-Durchschnitt unseres Umfassenden Risikoansatzes betrug 5,4 Mio € zum Jahresende 2017 und damit 25,8 Mio € (83 %) weniger als der Zwölf-Wochen-Durchschnitt zum Jahresende 2016. Der Rückgang stellte sich aufgrund des kontinuierlichen Risikoabbaus im Korrelationshandelsportfolio ein.

Marktrisiko-Standardansatz

Zum 31. Dezember 2017 führten Verbriefungspositionen, für die das spezifische Zinsrisiko gemäß dem spezifischen Marktrisiko-Standardansatz berechnet wird, zu Eigenkapitalanforderungen in Höhe von 379,5 Mio €, die risikogewichteten Aktiva in Höhe von 4,7 Mrd € entsprachen. Zum 31. Dezember 2016 führten diese Positionen zu Eigenkapitalanforderungen in Höhe von 278,4 Mio €, die einem gesamten RWA-Äquivalent von 3,5 Mrd € entsprachen.

Die Eigenkapitalanforderungen für nth-to-Default-Derivate sank auf 2,8 Mio €, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 35 Mio € entsprach, verglichen mit 6,4 Mio € und 80 Mio € zum 31. Dezember 2016.

Ergänzend beliefen sich die Eigenkapitalanforderungen für Investmentanteile im Marktrisiko-Standardansatz zum 31. Dezember 2017 auf 45 Mio €, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 556 Mio € entsprach, im Vergleich zu 39 Mio € und 487 Mio € zum 31. Dezember 2016.

Die Kapitalanforderung für das Langlebigkeitsrisiko im Marktrisiko-Standardansatz betrug 32 Mio € zum 31. Dezember 2017, was risikogewichteten Aktiva in Höhe von 395 Mio € entsprach, verglichen mit 46 Mio € und 570 Mio € zum 31. Dezember 2016.

Marktrisiko des Handelsbuchs der Postbank

Der Value-at-Risk des Postbank-Handelsbuchs betrug bei einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag Null am 31. Dezember 2017. Die derzeitige Handelsbuch-Strategie der Postbank erlaubt keine neuen Handelsaktivitäten in Bezug auf das Handelsbuch. Daher enthielt das Handelsbuch der Postbank zum 31. Dezember 2017 keine Positionen. Gleichwohl wird die Postbank als Handelsbuchinstitut klassifiziert.

Ergebnisse des Aufsichtsrechtlichen Backtestings des Trading Market Risk

In 2017 haben wir drei globale Ausreißer beobachtet, in denen die Verluste auf der Buy-and-Hold-Basis den Value-at-Risk überstiegen, gegenüber einem Ausreißer in 2016 beobachtet. Die Ausreißer in 2017 waren alle im vierten Quartal zu verzeichnen. Der erste Ausreißer wurde durch ein idiosynkratisches Ereignis verursacht mit Verlusten im Geschäftsbereich Non Strategic und EM Debt. Der zweite Ausreißer war ein idiosynkratisches Ereignis mit Auswirkungen in erster Linie auf den Geschäftsbereich Equities. Der letzte Ausreißer erfolgte zum Jahresende verursacht durch Verluste über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg. Zudem verursachte das erste und dritte von diesen Ereignissen einen Actual-Backtesting-Basis Ausreißer, welche den Value-at-Risk mit den vollständigen Erträgen abzüglich Kosten & Provision und forderungsbezogene Bewertungsanpassungen vergleicht. Es gab zwei Actual-Backtesting-Basis Ausreißer im Jahr 2017, gegenüber vier in 2016.

Basierend auf den Ergebnissen unseres Backtestings, unserer Analyse der zugrunde liegenden Gründe der Ausreißer und Verbesserungen in unserer Value-at-Risk-Methodik sind wir weiterhin davon überzeugt, dass unser Value-at-Risk-Modell ein angemessenes Maß für unser handelsbezogenes Marktrisiko unter normalen Marktbedingungen darstellt. Das folgende Schaubild zeigt einen täglichen Vergleich für die Handelstage der Berichtsperiode zwischen dem Value-at-Risk gegenüber dem jeweiligen Vortag und den hypothetischen (Buy-and-Hold-Ergebnisse) und tatsächlichen Ergebnissen (wie zuvor definiert), um die Häufigkeit und das Ausmaß von Rückvergleichsausnahmen zu verdeutlichen. Der Value-at-Risk wird in negativen Beträgen dargestellt, um den abgeschätzten potenziellen Verlust visuell mit den Buy-and-Hold-Handelsergebnissen vergleichen zu können. Das Schaubild unterlegt, dass unsere Handelseinheiten ein positives Buy-and-Hold-Handelsergebnis an 57 % der Handelstage in 2017 erzielt haben (gegenüber 54 % in 2016). Zudem werden die globalen Ausreißer in 2017 aufgezeigt.

Die Kapitalanforderungen für das Value-at-Risk Modell, für welches die Backtesting Ergebnisse hier gezeigt werden, erfassen 1.3 % der gesamten Kapitalanforderungen für den Konzern..

EU MR4 – Vergleich der VAR-Schätzwerte mit Gewinnen/Verlusten

Tägliche Erträge der Handelsbereiche

Das folgende Balkendiagramm zeigt die Verteilung der tatsächlichen täglichen Erträge unserer Handelsbereiche (ohne Postbank). Das tägliche Ergebnis ist definiert als vollständiges Ergebnis, welches durch neue Handelsgeschäfte, Gebühren und Provisionen, „Buy-and-Hold“, Reserven, „Carry“ und andere Erträge erzielt wird. Die Balkenhöhe gibt die Anzahl der Handelstage an, an denen der auf der horizontalen Achse in Mio € angegebene Handelsertrag erzielt wurde.

Verteilung der täglichen Erträge unserer Handelsbereiche in 2017

Im Jahr 2017 erzielten unsere Handelsbereiche an 93 % der Handelstage einen positiven Ertrag (gegenüber 87 % in 2016).